Vortrag: „Smart Mobility – Wie können Städte und Gemeinden davon profitieren?“

gehalten von Barbara Flügge

Begegnen wir dem Thema Intelligente Mobilität, also Smart Mobility, als Gestaltungselement für unseren Lebensraum und nicht als notwendiges, investitionsintensives Gebilde, öffnet dieser Gedankengang die Tür zu einer umfassenden Betrachtungsweise. In Anlehnung an die natürlichen Lebensräume, den Ökosystemen, lässt sich jeder wirtschaftliche und von Menschen geprägte Lebensraum und seinen Anforderungen abbilden. Der Vortrag führt in die ganzheitliche Betrachtungsweise ein und stellt die sozialen, politischen und betriebswirtschaftlichen Aspekte des Ökosystems Smart Mobility dar.

Vortrag: „Darmstadt – Gewinnerin des bitkom-Wettbewerbs „Digitale Stadt““

gehalten von Georg Haumann

Bericht zu einem Städtewettbewerb und der anschließenden Umsetzung

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat den Wettbewerb „Digitale Stadt“ des IT-Branchenverbandes Bitkom in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) gewonnen. Der Wettbewerb war Ende November 2016 gestartet und hatte sich zum Ziel gesetzt, eine Vorzeigestadt der Zukunft für digitale Prozesse und Dienstleistungen zu finden. Bewerben konnten sich mittelgroße Städte mit guter Infrastrukturanbindung und Nähe zu einer Hochschule. In der Jury waren Bitkom, Deutsche Telekom, SAP, Software AG, Hewlett Packard Enterprise und Vodafone vertreten. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund stand der Jury beratend zur Seite.

Im zuge dessen wird Darmstadt ein nachhaltiges Programm für den Aufbau der Digitalen Stadt aufsetzen und dabei eine bürgerorientierte Vorgehensweise verfolgen. Dazu werden Diskussionsforen zwischen Bürgerinnen und Bürgern, Stadtwirtschaft und Experten initiiert. Eine Bürgerbeteiligung für das Thema “Digitale Stadt” wird dauerhaft eingerichtet. Oberbürgermeister Partsch fasst dies wie folgt zusammen: „Dabei haben wir immer den Bürgernutzen im Blick. Zugleich wollen wir digitale Möglichkeiten ausschöpfen, um den Alltag in unserer wachsenden Stadt mit knappen Flächenressourcen und hoher Verkehrsdichte noch effizienter als heute zu organisieren. An dieser Stelle treffen sich Digitalisierung und Ökologie.“

Ziel des städtischen Projektmanagements wird es sein, einen möglichst großen Teil der Maßnahmen so aufzusetzen, dass sie auch nach dem Projektzeitraum weiterverfolgt und nachhaltig entwickelt werden. Dafür erfolgt eine enge Abstimmung mit den unterstützenden Digitalunternehmen. Es ist beabsichtigt, dass die Mittel für das Projektmanagement gemeinsam durch die Stadt und das Land Hessen bereitgestellt werden und die Anschlussfinanzierung – nach Ende der pro bono Leistungen – durch die Stadt.

Ab Anfang 2018 werden Bereiche wie der Verkehrssektor, die Energieversorgung, Schulen und das Gesundheitswesen mit neuesten digitalen Technologien ausgerüstet. Zudem sollen künftig die öffentliche Verwaltung innovative Online-Anwendungen und der Handel intelligente Lieferdienste anbieten können. Auch die Telekommunikationsnetze sollen ausgebaut und verbessert werden. In der Umsetzung wird eine größtmögliche Vernetzung von bestehenden und auch zukünftigen Lösungsansätzen angestrebt.

Vortrag: „Wie Digitalisierung die Stadtkultur verändert“

gehalten von Michael Selle

Die Digitalisierung beschleunigt nicht nur Prozesse, sie beeinflusst in zunehmendem Maße das Zusammenwirken von Verwaltung und Bürgerschaft. Offene Daten, Beteiligung, Online-Prozesse oder kollaborative Medien verändern die Kultur des Umgangs von Bürgerinnen und Bürgern mit ihrer Stadt. Es werden Fehler offengelegt, auf beiden Seiten. Ob Digitalisierung zu Misstrauen führt oder Nutzen generiert, ist eine der Fragen des Exkurses!